Wenn Sie 100 oder mehr Mitarbeiter führen, ist die Zeit für Einzelgespräche natürlich begrenzt oder fast gar nicht vorhanden. Um Informationen zu gewinnen, braucht es Mittel und Tools, die den Kontakt zu den Mitarbeitern fördern. Die Mitarbeiterbefragung ist ein einfaches und schnelles Mittel in die Belegschaft hinein zu hören. Einige von Ihnen denken vielleicht: „Haben wir schon gemacht. Es haben nur 20% oder weniger Mitarbeiter teilgenommen. Der Aufwand lohnt nicht." Viele dieser Ansätze scheitern, weil es sich um eine Einmal-Aktionen handelt. So fehlt den Mitarbeitern naturgemäß das notwendige Vertrauen in die Ernsthaftigkeit. Mit einmal Joggen gehen, bauen Sie sich schließlich auch keine Kondition auf. Also, packen Sie es richtig an!
Die Mitarbeiterbefragung ist auf Dauer nur dann ein erfolgreiches Instrument , wenn drei Dinge gegeben sind:
1. Sie muss in regelmäßigen Abständen stattfinden.
2. Die Ergebnisse müssen transparent sein.
3. Die Mitarbeiter müssen sehen können, wie sich ihr Feedback im Alltag niederschlägt.
Als Basis haben wir ein ausgefeiltes Umfragetool genutzt, das auf einem externen Server betrieben wurde. Jeder Mitarbeiter bekam einen personifizierten Zugang zum Umfragetool, der allerdings keinen Rückschluss auf die Identität für das Callcenter ermöglichte. In sechs Etappen wurde die Umfrage durchgeführt. Themen der Umfragen waren Image des Arbeitgebers, Führung, Technik, Räume, Training und Coaching sowie Prozesse.
Natürlich waren nicht alle Vorschläge umsetzbar. Hier kam es besonders darauf an, nachvollziehbar zu argumentieren, weshalb die Vorschläge nicht umgesetzt werden. Als kleinen Appetithappen für die Mitarbeiter gab es das Angebot, dass die Ideengeber eines Vorschlages direkt an der Umsetzung beteiligt wurden. Hier einige Ergebnisse, die Ihnen vielleicht Mut machen den gleichen Weg zu gehen:
1. Kooperation mit einem nahegelegenen Fitnessstudio. Mitarbeiter erhalten vergünstigte Tarife.
2. Mitarbeiter werben Mitarbeiter. 0,25 Euro für den Werber für jede produktive Stunde, die der geworbene Mitarbeiter in den ersten 12 Monaten leistet zzgl. 150 Euro wenn der Mitarbeiter 12 Monate im Unternehmen ist.
3. Je Schichtwechsel zwei oder drei Intervalle, um die SLA besser sicherstellen zu können.
4. Patenprogramm für neue Mitarbeiter
5. Schnuppertag für Interessenten (unter Beachtung des Datenschutzes)
6. Regelmäßige Sprechstunde der Teamleiter
7. Datenbank gestütztes Schichttauschsystem
...und vieles mehr.